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Ehrliche Politik.

Welche Politik wünsche ich mir? Das frage ich mich oft. Seit Jahren schon. Seit ich hinter die Kulissen von Politikmenschen schauen konnte. Es gibt viele Antworten darauf. Eine ist: Es sieht gar nicht so schlecht aus mit der gegenwärtigen Politik. Man darf auch nicht ständig meckern und klagen. Das nervt nur. Die, die meckern, sollen es erstmal besser machen.

Die Krisen sind inzwischen so multibel geworden, dass es ohne große Einschnitte, Veränderungen, Verlust nicht mehr gehen wird. Die Wohlstandsjahre sind vorbei. Der Pike ist überschritten. Politik muss hier etwas leisten, was sie eigentlich nicht möchte: unbequem sein, vormachen wie es gehen könnte, mutig sein, nah am Menschen.      

Vielleicht wäre es gut, wenn unsere hauptamtlichen Politiker, egal, ob auf Gemeindeebene, Kreisebene, auf Landesebene oder auf der Bundesebene, wieder einen intensiveren und vor allem ehrlicheren Kontakt zur Bevölkerung suchen und wegkommen von einer reinen Funktionspolitik, weg von Ritualen, weg von Symbolhandlungen und -worten. 

Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich etwas grundlegend verändert, dass sich etwas Ungutes zusammenbraut an der Bevölkerungsbasis auf dem Land und in den Städten. Dieses Gefühl spürt ja fast jeder. Das Vertrauen in die Politik schwindet erheblich. Es geht sogar massiv verloren.