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Menschengemacht.


Das Standing von Menschen auf dieser Welt ist nicht gut. Sapiens könnte zum Stultus werden.

Früher galt, dass alles, was von Menschen gemacht wird, nicht schlecht sein kann. Es wurde als positiv wahrgenommen. Egoman drehte sich die Welt um den egozentrisch denkenden und handelnden homo sapiens. Das dieser weder verständig noch klug unterwegs ist, wird uns immer bewusster. Wie konnte sich der Mensch diesen Namenszusatz geben? Wer kam jemals auf die Idee, sich das sapiens an den Gattungsbegriff zu hängen, das so viel bedeutet wie verständig, verstehend, gescheit oder klug.

Menschengemachter Klimawandel, menschengemachtes Artensterben… man hört es allerorten, sieht es, fühlt es. Und doch bekommen wir diese beiden großen Probleme nicht in den Griff. Sogar dann nicht, wenn sie menschliches Leben auf diesem Planeten kurz- und langfristig bedrohen.

Problembeseitigung? Fehlanzeige. Dazu ist die Menschheit zu gespalten, zu unterschiedlich. Dazu müsste den Themen Verantwortung und Wertschätzung eine so große Rolle zugewiesen werden, dass unser tägliches (menschliches!) Leben vollständig auf den Kopf gestellt würde.

Aber die Masse der Menschen möchte gerne so weiterleben wie bisher. Bis zum Horizont schauen und darüber hinaus? Fehlanzeige! Langfristiges Denken ist nicht des Menschen Überlebensstrategie. Die Kopf-in-den-Sand-Strategie und die Weiter-so-Strategie werden bevorzugt. Das wir zu viel Schaden auf dieser Welt anrichten, will der Einzelne nicht wahrhaben.

Am Ende wird menschengemacht das Gegenteil von dem bedeuten, was es mal bedeutet hatte. Und aus dem homo sapiens ist der homo stultus geworden.